Diabetes Typ 2: Von Mythen und Fakten

👉 Galt man zunächst mit Werten ab 144 mg/dl als echter Diabetiker, wurden diese erst auf 140 mg/dl und später schließlich auf 126 mg/dl gesenkt.

👉 Heute werden bereits gesunde Menschen mit Blutzuckerwerten zwischen 100 und 126 mg/dl als Prädiabetiker bezeichnet.

👉 Ein fataler Risikoanstieg für Schlaganfall und Herzinfarkt, häufige Folgeerkrankungen einer Diabetes, findet laut großen epidemiologischen Studien schon statt, bevor die Zuckerkonzentration im Blut überhaupt diabetische Werte erreicht (B. Balkau et al., High blood glucose concentration is a risk factor for mortality in middle-age nondiabetic men.).

👉 Wissenschaftliche Studien zeigen seit Jahrzehnten, dass die niedrigen Grenzwerte nicht die erhofften Vorteile bringen, die uns immer versprochen wurden. So erwies sich beispielsweise die zentrale Studie, die erhöhte Risiken einer Netzhautschädigung schon bei unter 130 mg/dl auszumachen glaubte, als statistisch mangelhaft (Chantelau, E., Doch kein Vorteil der intensiven Insulintherapie? Zentrale DCCT Schlussfolgerung nachträglich korrigiert.).

👉 Laut aktuelleren Studien konnte durch eine frühe und intensive Kontrolle des Blutzuckerspiegels gegenüber einer moderateren Blutzuckersenkung kein Unterschied in der Gesamt-Mortalität belegt werden (P. T. Sawicki, Screening for diabetes: hope and despair; B. Hemmingsen et al., Intensive glycaemic control for patients with type 2 diabetes.).

👉 Eine Studie des National Institute of Health mit 10.000 Diabetikern musste sogar vorzeitig abgebrochen werden, weil sich das Sterberisiko in der Idealwertgruppe relativ zur Standardgruppe um 25 Prozent erhöht hat (Effects of Intensive Glucose Lowering in Type 2 Diabetes, The New England Journal).

Es stellt sich also die Frage: Wenn es schon bei Diabetikern gefährlich sein kann, eine aggressive Senkung der Blutzuckerwerte zu forcieren, wie gesund kann es dann für Menschen ohne Krankheitssymptome sein, diese strengen Grenzwerte einzuhalten? Gerade auch für Frauen, die ein neues Leben unter ihrem Herzen tragen und mit der schwammigen Diagnose „Schwangerschaftsdiabetes“ belegt werden. Einer Diagnose, die nicht einmal im Ansatz der Definition einer echten Krankheit entspricht.

Was lässt sich zur Vorbeugung tun?

Mehr Bewegung/Sport, eine vitalstoffreiche Ernährung und die Vermeidung eines stark schwankenden Blutzuckerspiegels (aufgrund zuckerreicher Kost oder zu vielen einfachen Kohlehydraten).

 

Quelle: VerschĂĽttete Heilkunst - Altes Wissen neu entdeckt


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